Irkutsk #2 – russische Logistik und der Baikalsee

Trotz der nasskalten Tagesetappe von Ulan-Ude nach Irkutsk, wird mir sehr warm ums Herz, als ich bei völliger Dunkelheit und Nieselregen im Stadtzentrum ankomme: Sepp, ein Freund aus Ybbsitz, wartet mit einem kalten Edelweiß-Bier im Hotel auf mich 🤩. Aufgrund der schwach vertretenen Restaurant-Infrastruktur in der Nähe des Hotels, feiern wir unsere Zusammenkunft (nicht ganz stilecht) in einem mexikanischem Restaurant mit Steak und gebratener Forelle.

In den darauf folgenden 2 Tagen genießen wir die Zeit in vollen Zügen und organisieren nebenbei den Transport des Motorrades nach Moskau.

Ein Besuch am Baikalsee durfte neben Bier und Fisch natürlich auch nicht fehlen:

Prost! 🍻

Traumhaftes Wetter am Baikalsee
Geräucherter Fisch durfte beim Mittagessen nicht fehlen

Der Transport meines Motorrades von Irkutsk nach Moskau war lange Zeit die größte Ungewissheit meiner gesamten Reise. In diversen Internet-Foren sammelte ich die letzten Jahre die folgenden Informationen:

  • Der Transport von Motorrädern mit der transsibirischen Eisenbahn ist seit dem 1.1.2014 verboten
  • Der Transport von Motorrädern funktioniert nur für russische Staatsbürger
  • Ohne Russisch-Kenntnisse, ist es völlig unmöglich den Transport zu organisieren

…alles Blödsinn

Bereits im Februar bekam ich von einem niederösterreichischen Reisenden die Information, dass er erfolgreich sein Motorrad von Wladiwostok nach Moskau transportiert hat. –> damit wusste ich dass es möglich ist und vor Ort definitiv organisiert werden kann.

Wie ich vermutet habe, verdichten sich die Informationen je mehr Motorradfahrer ich am Weg treffe. Die wichtigste Info bekam ich am Banj Fluss, entlang der afghanischen Grenze, von einem tschechischem Motorradfahrer: „52.28044, 104.26054 Ondrej“

Mit Hilfe der Koordinaten und des Vornamens fanden Sepp und ich relativ schnell zum Bahnhof der transsibirischen Eisenbahn in Irkutsk. Auch wenn Ondrej nicht mehr für das Unternehmen arbeitet, ich nicht russisch spreche und die Russen nicht englisch sprechen, war der Motorradtransport relativ schnell organisiert.

In weiterer Folge wurde das Motorrad in eine maßgefertigte Holzkiste verpackt (3 Mann; je eine Stunde) und in einen Wagon verladen

…to be continued

Massgefertigte Holzbox
Staub- und Blickdicht verpackt mit schwarzer Schrumpffolie

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